Snow Angels – Season Two

Snow Angels – Season Two: Endlich geht es wieder in das unendliche Eis, doch ist dies auch schon der letzte Akt von Snow Angels. 

Findet die Geschichte einen guten Abschluss? Geht Jeff Lemire die Puste aus? Werden alle Fragen beantwortet? All dies wird in diesem Review beantwortet.

Rückblick

Wir erinnern uns an die drei Regeln des Grabenvolkes:

1. YOU MUST NEVER LEAVE THE TRENCH.

2. THE TRENCH PROVIDES.

3. THE TRENCH IS ENDLESS.

The Three Testaments of The Trench

Das Grabenvolk glaubt dass die Götter, “The Colden Ones” sie erschaffen haben.
Das Eis und der Graben sind endlos – doch genau das haben Milliken, Mae Mae und Ihr Vater Karl in Season One widerlegt, als sie vor dem Snowman geflüchtet sind.

Plot von Snow Angels – Season Two

Cover von Snow Angels Season Two
© Copyright 4 Twenty Limited

Nach dem Tod ihres Vater sind die Schwestern Milliken und Mae Mae auf sich allein gestellt. Sie gehen Richtung Norden, so wie es ihr Vater ihnen sagte.
Nach einem schier endlosen Marsch, treffen sie auf andere Menschen, “The Keepers”. Unsanft werden die beiden in deren Siedlung “The Keep” verschleppt. Dort propagiert die Anführerin den Mädchen, dass die drei Regeln des Grabenvolkes Lügen seien. Nichts davon entspräche der Wahrheit.

Die größte Lüge von allen wäre, dass “The Colden Ones” nicht das Grabenvolk erschaffen hat und auch keine Götter seien, sondern im Gegenteil Monster. Die Keepers sind zudem der Auffassung, dass sie diese Monster besänftigen müssen. Die Schwestern sollen deshalb geopfert werden und zwar, indem sie in ein tiefes Loch geworfen werden. Doch die Zeremonie wird gestört, der Snowman ⛄ ist wieder da!

Leise rieselt der Schnee der Erkenntnis

Jetzt fängt für mich die eigentliche Geschichte von Season Two an. Viel, sehr viel passiert und würde den Rahmen eines Reviews sprengen. In Rückblicken erfährt der Leser mehr über die Eltern von Milliken und Mae Mae. Besonders über die Geheimnisse ihres Vaters.
Der Snowman bleibt ebenso nicht im Verborgenen. Was will er? Wo kommt er her? Ja, auch das wird thematisiert. Stück für Stück wird nachvollziehbar aufgeklärt.

Meinung

Lange hatte ich auf Season Two gewartet und mich darauf gefreut. Wir erinnern uns an die drei anfänglichen Fragen und gehen diese in umgekehrter Reihenfolge durch.

Werden alle Fragen beantwortet?

Lemire schafft es meisterlich, quasi alle Fragen zu beantworten und dennoch hier und da Interpretationsspielraum zu lassen. Grandios!

Geht Jeff Lemire die Puste aus?

Mitnichten. Die Verweildauer in der Eiseskälte hat die richtige Länge. Keine Durchhänger und keine Hektik zum Schluss.

Findet die Geschichte einen guten Abschluss?

Die vorigen Antworten lassen es erahnen: Lemire lässt seine Leserschaft nicht im Stich und bietet ein passendes Ende. In meiner Vorstellung sah ich das Ende klar vor mir – so muss es sein und so wird es kommen. Aber da lag ich meilenweit daneben. Macht aber nichts.
Mit dem Abschluss, den sich Lemire ausgedacht hat, habe ich weder ein Problem noch bin ich enttäuscht. Es passt einfach in das Gesamtbild der Geschichte, aber vor allem ist es Jeff-Lemire-Style!

Noch ein paar Worte zur graphischen Umsetzung. Illustrations-Künstler Jock setzt seinen Stil aus Season One konsequent fort. In der blassblauen Eis-Hölle sind Abgrenzungen sicher schwierig darzustellen, doch hier und da hätte ich mir etwas mehr Details gewünscht.

Snow Angels – Season Two lässt mich teils zufrieden und teils ratlos zurück. Eigentlich passt alles perfekt zusammen und doch bleibt der Wunsch nach einer Season Three. Es gäbe noch viel zu erzählen. Aber ob und wann es weitergehen soll, liegt alleine in der Hand des Autors.

Mehr aus der Reihe:

Snow Angels – Season Two

comiXology Originals

Veröffentlicht: 01.02.2022
Verlag: 4 Twenty Limited
Seiten: 150
Sprache: Englisch

Geschrieben von Jeff Lemire
Illustriert von Jock

Wertung:

85%

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