Ink and Thunder – Kurzgeschichten

Die Kurzgeschichten-Trilogie Ink and Thunder von Becky Cloonan ist eine kleine Comic-Perle. Unterschiedliche Zeichenstile, rätselhafte Enden und massig Raum für Spekulationen machen es mir nicht leicht, Wolves, Demeter und The Mire zu beschreiben.

Ink and Thunder Wolves
© Copyright Becky Cloonan

Wolves

Auf der Jagd nach einer Bestie wird der Jäger selbst von seiner Vergangenheit gejagt. Sie quält ihn und treibt ihn zugleich an, die Bestie zu finden und zu töten.

Während der Jäger über seine Vergangenheit reflektiert, wird die eigentliche Geschichte erzählt, eine Geschichte in der Geschichte sozusagen.


The Mire

Am Vortag einer Schlacht beauftragt Sir Owain den jungen Aiden mit einem Botengang. Er soll einen Brief zu einem Schloss bringen, welcher zwischen Leben und Tod entscheiden könnte. Aiden beeilt sich, da er unbedingt bei seiner ersten Schlacht dabei sein möchte.

Von außen wirkt das Schloss verlassen zu sein, und doch zieht es Aiden magisch an. In dem menschenleeren Schloss erfährt er seine wahre Vergangenheit und seine Bestimmung.

Ink and Thunder The Mire
© Copyright Becky Cloonan

Ink and Thunder Demeter
© Copyright Becky Cloonan

Demeter

Anna und Colin leben glücklich zusammen in einem Haus am Meer. Sie kümmert sich um die Tiere und den kleinen Garten, während er mit dem Boot aufs Meer hinausfährt, um zu fischen.

Scheinbar das perfekte Leben. Doch dunkle Schatten nahen und bedrohen das Glück. Nichts ist mehr, wie es scheint.


Meinung

Alle drei Kurzgeschichten lassen, wie schon gesagt, viel Raum für Spekulationen zu. Ich habe sie jeweils zweimal gelesen, und bei jedem fielen mir neue Details auf. Vieles bleibt vage oder nur angedeutet. Das ist die klare Linie, die sich durch alle drei zieht. Wer knallige Enden mag und alle Fragen beantwortet haben möchte, könnte seine Schwierigkeiten haben.

Die Leitidee von Ink and Thunder ist, dass niemand vor seiner Vergangenheit davon laufen oder ihr entkommen kann.

Ich liebe die Mini-Serie, allen voran The Mire. Kurz, aber intensiv. Kein Epos, aber beeindruckend. Der jeweils andere Zeichenstil hebt die Kurzgeschichten auch optisch voneinander ab. Farben gibt es kaum, was nicht weiter schlimm ist, denn die Zeichnungen sind hervorragend und die vielen Details kommen sehr gut rüber.

Die Ink and Thunder – Kurzgeschichten sind wahrlich kleine Comic-Perlen und verdienen noch mehr Beachtung.

In digitaler Form gab es jeden Comic einzeln, für 1,09 € bei comiXology zu kaufen.
Durch den Umzug zu Amazon sind diese aber nicht mehr verfügbar. Zum Glück gibt es aber
unter dem Namen By Chance or Providence eine Print-Version in Farbe, die alle drei Geschichten enthält!


By Chance or Providence

Veröffentlicht: 01.08.2017
Verlag: Image Comics
Seiten: 128
Sprache: Englisch

Geschrieben und Illustriert von Becky Cloonan

Wertung:

85%

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